Vereinsmeier

über die Freuden des Vereinslebens

Die Büchse der Pandora (Teil III)
Die Türe zuschlagen
von Frank J.
veröffentlicht am 10. November 2025

veröffentlicht am

10. November 2025

Autor

Frank J.

Was bis­her geschah

In der ers­ten Fol­ge (Frei­bur­ger Anti­pa­thien) erleb­te ich bei einem Besuch in Frei­burg, dass bestimm­te Spieler­Innen nicht mit­ein­an­der konn­ten. Sie wei­ger­ten sich, eine gemein­sa­me Par­tie zu spie­len. Ich hät­te nicht gedacht, dass ich weni­ge Wochen spä­ter selbst von einer sol­chen Ver­wei­ge­rungs­hal­tung betrof­fen sein würde.

Die­ses Ereig­nis steht im Mit­tel­punkt der zwei­ten Fol­ge (Jac­ques). Dar­in schil­de­re ich, wie ein Mit­spie­ler aus mei­nem klei­nen Bracht­ta­ler Ver­ein mit­ten in einer Par­tie laut­stark schimp­fend aus­steigt und ver­kün­det, nicht mehr mit mir spie­len zu wollen.

In der drit­ten Fol­ge beschäf­ti­ge ich mich nun mit der grund­sätz­li­chen Pro­ble­ma­tik: Kann oder darf man das Spiel mit einer bestimm­ten Per­son verweigern?

Kann man das? Ja. Soll­te man das? Nein. Ande­re beim Pétan­que aus­zu­gren­zen, ihnen also die Türe zuzu­schla­gen, ist kei­ne Opti­on, wenn man unse­ren eigent­lich ja ver­bin­den­den Sport betreibt. Inner­halb eines Ver­eins schon des­halb nicht, weil man ja dem sel­ben Ver­ein ange­hört – und sich des­halb den sel­ben Zie­len ver­schrie­ben hat. Dafür muss man die Zie­le aller­dings auch ken­nen – und der Ver­ein muss dafür sor­gen, dass sie gelebt wer­den. Aber gibt es viel­leicht doch Situa­tio­nen, in denen man sich mit Fug und Recht ver­wei­gern kann?

Die Büch­se der Pandora

Die Arti­kel­se­rie besteht aktu­ell aus drei Folgen:

  1. Frei­bur­ger Antipathien
  2. Jac­ques
  3. Die Türe zuschlagen

Eine wei­te­re Fol­ge ist geplant.

In der Sat­zung mei­nes Bracht­ta­ler Ver­eins steht: „Zweck des Ver­eins ist die För­de­rung des kon­zept­lo­sen Her­um­ke­gelns als Ergän­zung belang­lo­ser Schwätz­chen.“ Jeden­falls könn­te das eine zufäl­li­ge Besu­che­rIn, die eine Par­tie auf unse­rem Bou­lo­dro­me ver­folgt, mit eini­ger Berech­ti­gung denken.

Natür­lich steht da etwas völ­lig ande­res: „Zweck des Ver­eins ist die För­de­rung des Sports.“ So steht es in der Sat­zung.1 Es geht in unse­rem Ver­ein also doch nicht vor­ran­gig um gesel­li­ges Bei­sam­men­sein. Woher soll man das aber als Mit­glied wis­sen, wenn man die Sat­zung nicht kennt? Woher soll man das wis­sen, wenn der Ver­ein nichts tut, um das Ver­eins­ziel zu fördern?

Es geht also um Pétan­que-Sport. Der hat sei­ne Regeln.2 In denen kann ich beim bes­ten Wil­len kei­ne Pas­sa­ge ent­de­cken, die ange­reg­te Unter­hal­tun­gen wäh­rend eines Spiels zulässt oder gar för­dert. Das Gegen­teil ist der Fall. Aber auch hier gilt: Woher soll man das wis­sen, wenn man die Regeln nie gele­sen hat? Und vie­le Anfän­ger­Innen haben schlicht kei­ne Lust, sich damit zu beschäf­ti­gen.3

Gemein­nüt­zig­keit

Liege ich falsch, wenn ich behaup­te, dass es die Auf­ga­be eines Ver­eins ist, sei­ne in der Sat­zung fest­ge­leg­ten Zie­le umzu­set­zen? Immer­hin wur­den die­se bei der Ver­eins­grün­dung beschlos­sen, vom Ver­eins­ge­richt abge­nickt und gel­ten als Grund­la­ge für den offi­zi­ell zuer­kann­ten Sta­tus der Gemein­nüt­zig­keit. Mag jemand dage­gen argu­men­tie­ren? Bit­te sehr – aber das dürf­te schwie­rig werden.

Zur Umset­zung des Ver­eins­ziels müss­te also logi­scher­wei­se ein – wie auch immer gear­te­tes – Ange­bot an die Mit­glie­der bestehen, um die­se Zie­le zu ver­fol­gen. Wenn das täg­li­che Ver­eins­le­ben aber ledig­lich aus rum­dad­deln und schwat­zen besteht, dann kann sicher nicht davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass der Ver­eins­zweck tat­säch­lich ver­folgt wird.

Die Ver­ant­wor­tung liegt beim Vor­stand. Auf die mög­li­chen Fol­gen – die Aberken­nung der Gemein­nüt­zig­keit wäre zwangs­läu­fig mit einem Aus­schei­den des Ver­eins aus dem Lan­des­ver­band ver­bun­den4 – will ich an die­ser Stel­le nicht eingehen.

Ein Blick auf den Platz

Bei uns im Ver­ein wird das Pétan­que-Spiel der Neu­lin­ge durch zufäl­li­ge Ver­hal­tens­wei­sen auf dem Platz geprägt. Was da pas­siert, dient als mög­li­che Blau­pau­se für das eige­ne Ver­hal­ten auf dem Platz. Ob das immer so rich­tig ist, sei dahin­ge­stellt. Wenn es – viel­leicht sogar pro­mi­nen­te – Vor­bil­der gibt, dann wer­den Neu­lin­ge deren Ver­hal­ten als rich­tig einstufen.

Eine prä­gen­de Figur in mei­nem Ver­ein in Bracht­tal ist der Vize­prä­si­dent Schieds­rich­ter­we­sen im Deut­schen Pétan­que-Ver­band. Er ist also der höchs­te Regel­hü­ter in Deutsch­land. In mei­nem Ver­ein ist er Vor­stands­mit­glied. Er und ich haben die­sen Ver­ein zusam­men mit fünf ande­ren Bou­list­Innen gegründet.

Er ist der sym­pa­thi­sche „Alles-gut-Typ“.5 Ger­ne plau­dert er über Gott und die Welt, auch auf dem Boule­platz. Ange­regt und anhal­tend. Sein Rede­schwall kann blu­ten­de Ohren zur Fol­ge haben. Er redet auch ger­ne dann unge­hemmt wei­ter, wenn ein Spie­ler oder eine Spie­le­rin der geg­ne­ri­schen Mann­schaft im Kreis steht. Dann ist nicht mehr „alles gut“, fin­de ich.

Wir ler­nen: Die blo­ße Kennt­nis des Regel­werks ist wohl doch nicht ent­schei­dend für das Ver­hal­ten auf dem Platz. Selbst­ver­ständ­lich kennt der Bun­des-Vize­prä­si­dent für das Schieds­rich­ter­we­sen die Regeln. Soll­te er ja wohl auch. Er belegt das dadurch, dass er manch­mal Ruhe für sich ein­for­dert, wenn er eine Kugel spielt.

Natür­lich ist sein Ver­hal­ten auf dem Platz für Anfän­ger­Innen prä­gend. Wenn der Prä­si­dent quas­selt, dann darf ich das doch wohl auch, oder?

Kon­trol­lier­ter Spaß

Nichts spricht in Frei­zeit­run­den, die Pétan­que spie­len wol­len, dage­gen, sich über das Spiel aus­zu­tau­schen – solan­ge man sich dar­über einig ist. Dass das – genau genom­men – nur die Mann­schaft darf, die gera­de spie­len muss,6 kann für Frei­zeit­run­den weit­ge­hend ver­nach­läs­sigt wer­den: Wäh­rend eines sol­chen Spiels gehö­ren Fach­dis­kus­sio­nen – soweit sie nicht den Rah­men spren­gen – dazu. Genau­so dürf­te auf die­ser Ebe­ne kaum jemand etwas gegen einen Spaß oder etwas Ciné­ma haben.

Es soll­te trotz­dem nicht all­zu schwie­rig sein, sich in den ent­schei­den­den Augen­bli­cken still und respekt­voll zu ver­hal­ten. Über Aller­welts­din­ge kann man sich zwi­schen des Par­tien unter­hal­ten. So soll­te das funk­tio­nie­ren, wenn man sich zum freund­schaft­li­chen Wett­kampf an einem Mitt­woch­nach­mit­tag trifft.

Jedoch soll­te in einem Pétan­que-Club grund­sätz­lich klar sein: Man trifft sich zum Pétan­que spielen.

Jac­ques: Ursachen

Was mögen die Ursa­chen des Vor­falls mit Jac­ques gewe­sen sein, der in der zwei­ten Fol­ge der Pan­do­ra-Serie beschrie­ben wur­de? Mei­ne Fokus­sie­rung auf Pétan­que hat bei Jac­ques offen­bar etwas aus­ge­löst, das zumin­dest als Unbe­ha­gen bezeich­net wer­den kann, viel­leicht sogar mehr. Das habe ich nicht erkannt.

Anstatt mich in Jac­ques‘ Pro­ble­me ein­zu­füh­len, habe ich mich mit den grund­le­gen­den Fra­gen unse­res Sports beschäf­tigt. Hät­te ich die­se aus­blen­den sol­len? Legen oder Schie­ßen – die ver­schie­de­nen Optio­nen mit allen Aspek­ten in ihrer Kom­ple­xi­tät zu erfas­sen, gemein­sam zu bespre­chen und zu lösen, das hat mich inter­es­siert! Jac­ques hat­te mei­nen Ansatz offen­bar nicht ver­stan­den. Ich habe ihm den offen­sicht­lich nicht in aus­rei­chen­dem Maße ver­mit­telt. Der Ver­ein hat­te nichts getan, um sei­nen Auf­ga­ben gerecht zu werden.

Das Ergeb­nis waren Jac­ques‘ Aus­bruch und sei­ne Wei­ge­rung, mit mir zu spielen. 

Ist Ver­wei­ge­rung eine Lösung?

Die Büchse der Pandora ist geöffnet: Frederick Stuart Church (Quelle: The Riverside Press for the Hawthorne Portfolio in 1884. Wikimedia Commons)

Die Wei­ge­rung, nicht mehr mit jeman­dem oder gegen jeman­den zu spie­len, bedeu­tet das Ende des aus­kömm­li­chen Mit­ein­an­ders in einem Ver­ein. Ein­mal los­ge­tre­ten – und die Büch­se der Pan­do­ra ist geöff­net. Auch in locke­ren Grup­pen von Spie­len­den, die ver­schie­de­nen Ver­ei­nen oder auch gar kei­nem ange­hö­ren kön­nen, so wie es in Frei­burg der Fall war (sie­he Fol­ge 1 der Pan­do­ra-Serie), wird das gemein­sa­me Gefü­ge gestört. Das ist weder im Sin­ne des Pétan­que, noch im Sin­ne der betei­lig­ten Menschen.

Ich will dabei nicht behaup­ten, dass sol­che Situa­tio­nen nie vor­kom­men soll­ten oder dür­fen. Nein, natür­lich gibt es Fäl­le, in denen Zei­chen gesetzt wer­den müs­sen. Mir fällt dazu prak­ti­scher­wei­se ein Bei­spiel ein, das in die­se Arti­kel­se­rie passt, denn es spiel­te zu mei­ner akti­ven Zeit in Frei­burg in den 1990er-Jah­ren: Ein deut­scher Spit­zen­spie­ler äußer­te sich im gemüt­li­chen Bei­sam­men­sein offen und auch auf ver­wun­der­te Nach­fra­ge ein­deu­tig frem­den­feind­lich. Ein­deu­tig. Kei­ne Zweifel.

Ich war baff! Da spiel­te jemand häu­fig im Team mit ande­ren ver­schie­dens­ter Her­kunft, wenn er sich davon einen Vor­teil ver­sprach – posi­tio­nier­te sich aber gene­rell gegen die Anwe­sen­heit „frem­der“ Men­schen in der Bun­des­re­pu­blik. Mir war klar: Mit so jemand wür­de ich nie­mals als Part­ner antre­ten, gegen so jemand nur unter dem Zwang eines Turniers.

Das For­mie­ren mit guten Spieler­Innen aus rein sport­li­chen Grün­den ist ein zwei­schnei­di­ges Schwert. Es wäre ein The­ma für einen eige­nen Arti­kel. An die­ser Stel­le möch­te ich ledig­lich klar­stel­len, dass ich mich nicht mit einem aus­län­der­feind­li­chen Natio­na­lis­ten für ein Tur­nier for­mie­ren wür­de. Ich hal­te das für einen schwer­wie­gen­den und somit aus­rei­chen­den Verweigerungsgrund.

Das sel­be gilt für das locke­re Aus­wer­fen im Ver­ein, um Mann­schaf­ten nach dem Zufalls­prin­zip zu bil­den. Wäre da ein ras­sis­ti­scher Depp dabei, wür­de ich mich sehr wahr­schein­lich wei­gern, mit die­ser Per­son zu spie­len. Zum Glück ist das noch nie vor­ge­kom­men, was dar­an lie­gen dürf­te, dass sol­che per­sön­li­chen „Fein­hei­ten“ von die­sen Dep­pen zumeist nicht mit auf das Bou­lo­dro­me genom­men wer­den. Viel­leicht mer­ken die armen Würst­chen, dass Pétan­que mehr Ver­bin­den­des als Tren­nen­des hat – und hal­ten sich mit ihrer men­schen­ver­ach­ten­den Welt­an­schau­ung auf dem Platz zurück.

Das Spiel mit AnfängerInnen

Ich habe also bis­her nie eine Spiel­paa­rung abge­lehnt. So hat­te ich auch mit „mei­nem“ Jac­ques vie­le Spie­le bestrit­ten, eben­so wie mit allen ande­ren Mit­glie­dern mei­nes Ver­eins. Nicht immer haben mir die­se Par­tien aller­dings so rich­tig Freu­de berei­tet, denn das Niveau war häu­fig eher schwä­cher – was auf­grund der diver­sen Anfän­ger­Innen in unse­rer Bracht­ta­ler Grup­pe erwart­bar war.

Ich erwäh­ne das, weil ich klar­stel­len möch­te, was man­che Spieler­Innen viel­leicht nicht wahr­ge­nom­men haben: Nicht immer waren die­se Par­tien eine unein­ge­schränk­te Freu­de. Manch­mal fuhr ich sogar gefrus­tet nach Hau­se. Trotz­dem wäre ich nie auf den Gedan­ken gekom­men, bestimm­te Kon­stel­la­tio­nen abzu­leh­nen. Nein, ich habe es stets als Ansporn emp­fun­den, etwas von mei­nem Wis­sen mit­zu­tei­len und mei­nen Enthu­si­as­mus zu vermitteln.

Das habe ich in mei­ner gesam­ten Zeit des Kugel­wer­fens so gehal­ten – und manch­mal durch­aus mit erkenn­ba­rem Erfolg. So freu­te es mich bei­spiels­wei­se, als ich im Fina­le eines klei­nen Bracht­ta­ler Ver­eins­tur­niers gegen einen Neu­ling ver­lor. Die­ser Anfän­ger hat­te mit Inter­es­se an mei­nem Som­mer­trai­ning teil­ge­nom­men und sein Spiel erkenn­bar ver­bes­sert. Nach der Par­tie mein­te er: „Du hast mir das bei­gebracht.“ Ich emp­fand das als eine freund­li­che Bestä­ti­gung mei­nes Enga­ge­ments auf dem Platz.

Ich habe also bei mei­nem Ver­ein eher nicht auf qua­li­täts­vol­le Par­tien zu mei­nem boulis­ti­schen Ver­gnü­gen gehofft, son­dern woll­te mei­nen Teil dazu bei­tra­gen, dass die Spieler­Innen unse­ren Sport bes­ser verstehen.

Jac­ques hat mir aller­dings die Tür vor der Nase zuge­schla­gen. Ich hät­te eine sol­che Reak­ti­on nie ver­mu­tet. Viel­mehr habe ich auf den Moment gehofft, in dem er sei­ne sowohl tech­nisch als auch tak­tisch höl­zer­ne Spiel­wei­se erken­nen und zumin­dest teil­wei­se ver­bes­sern wür­de. Der Weg zu einem ver­stän­di­gen, rei­fe­ren Spiel ist bei ihm lang.

Da ich aber durch­aus die eine Spie­le­rin oder den ande­ren Spie­ler dazu anre­gen konn­te, sich zu ver­bes­sern, hat­te ich auch bei Jac­ques Hoff­nung. Ihn hat das mög­li­cher­wei­se nie beschäftigt?

Frie­de und Freude

Gerne erin­ne­re ich mich an den Moment, als wir in Bracht­tal mal wie­der aus­ge­rech­net sie­ben Spieler­Innen waren und ich – um eines die­ser unsäg­lich Spie­le „drei gegen vier“ zu ver­mei­den – in die Run­de frag­te, ob jemand ein Tête-à-tête gegen mich spie­len wür­de. Jac­ques woll­te. Wir spiel­ten also unse­re Par­tie. Danach lud ich ihn auf ein Glas Wein ein und wir quatsch­ten ange­regt – über Pétan­que. Dann spiel­ten wir die Revanche …

Die meis­ten Par­tien mit Jac­ques gehör­ten in die Kate­go­rie schwä­che­rer Spie­le. Stets ver­such­te ich, in die­sen Fäl­len ein wenig mei­ner Kennt­nis­se zu ver­mit­teln. Selbst­ver­ständ­lich ging ich davon aus, dass die Mit­glie­der eines Pétan­que-Ver­eins dar­an inter­es­siert sein wür­den, von einem Spie­ler, der den Sport seit fast 40 Jah­ren aus­üb­te, einen Hin­weis zu bekom­men, wenn sie rat­los for­mu­lier­ten: „Ich weiß nicht, was ich jetzt spie­len soll.“

Doch dann kam die­se Reak­ti­on von Jac­ques. Wie konn­te das gesche­hen? Die Wohl­fühl­welt in unse­rem Ver­ein war ersicht­lich erschüt­tert. Die Tür war zu. Zumin­dest für mich. Wich­tig war nun: Wie wür­de der Ver­ein reagie­ren? Wie die ein­zel­nen Mit­glie­der? Ich hat­te kei­ne Zwei­fel, wie das lau­fen wür­de. Aller­dings soll­te ich mich wie­der ein­mal irren.


  1. Die Sat­zung mei­nes Ver­eins, des Pétan­que-Club Bou­lo­dro­me Bracht­tal, beschlos­sen am 7. Janu­ar 2023 von sechs ande­ren Grün­dungs­mit­glie­dern und mir, ist hier nach­zu­le­sen.  
  2. Ich habe das Gefühl, dass auch an die­ser Stel­le ein Hin­weis hier­auf nicht scha­den kann: Offi­zi­el­le Pétan­que-Spiel­re­geln, her­aus­ge­ge­ben vom Deut­schen Pétan­que-Ver­band, 2021 
  3. Dass auch vie­le bes­se­re und teils auch Spit­zen­spie­le­rIn­nen in Deutsch­land ledig­lich rudi­men­tä­re Regel­kennt­nis­se haben, damit beschäf­tigt sich Franks Pétan­que in der Rubrik Regeln? Mäßig!. 
  4. sie­he: Zum Pro­ce­de­re einer Auf­nah­me in den HPV, zuletzt abge­ru­fen am 10. Novem­ber 2025 
  5. Wie lan­ge gibt es die ober­fläch­li­che Flos­kel eigent­lich schon? Bereits im Jahr 2018 hat der groß­ar­ti­ge Wiglaf Dros­te auf die Gedan­ken­ver­ir­rung hin­ge­wie­sen: In dem Arti­kel Alles gut? schreibt er, dass er die drei Sil­ben in den letz­ten Jah­ren häu­fig gehört habe. Viel­leicht ist die Flos­kel bereits im puber­tä­ren Alter? Ich bin aller­dings von sei­nem Arti­kel etwas ent­täuscht. Es fehlt ihm die Schär­fe. Wäre Dros­te nicht ein Jahr spä­ter ver­stor­ben – ich bin sicher, er hät­te zu diem The­ma nach­ge­legt. An die Sau …

    Die Jour­na­lis­ten Vio­let­ta Simon schreibt Ende 2021 in einer Kolum­ne der SZ unter dem Titel Gar nichts ist gut! schon deut­li­cher: „Der Aus­druck ‚Alles gut‘ ver­ei­telt jede Chan­ce auf Nähe und ehr­li­ches Mit­ein­an­der. Höchs­te Zeit, sich die Beschwich­ti­gungs­flos­kel wie­der abzugewöhnen.“

    Quel­len:
    Dros­te, Wiglaf (2018): Alles Gut?, https://www.jungewelt.de/artikel/328182.alles-gut.html , 11. Novem­ber 2018, zuletzt abge­ru­fen am 10. Novem­ber 2025.
    Simon, Vio­let­ta (2021): Gar nichts ist gut!, https://www.sueddeutsche.de/panorama/alles-gut-floskel-wiglaf-droste‑1.5478171, 2. Dezem­ber 2021, zuletzt abge­ru­fen am 10. Novem­ber 2025. 

  6. Arti­kel 17 der inter­na­tio­na­len Pétan­que-Regeln regelt im ers­ten Satz des zwei­ten Absat­zes unter ande­rem, dass ein Spie­ler sei­ne Geg­ner nicht stö­ren darf: „Die Geg­ner dür­fen [… nichts …] tun, was den Spie­ler stö­ren könn­te.“ 
Cochonnet

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