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Hessischer Landesverband wirkt hilflos
Rassismus und Rabauken im Pétanque
von Frank J.
veröffentlicht am 09. Juni 2026

veröffentlicht am

09. Juni 2026

Autor

Frank J.

Es sind schwer­wie­gen­de Vor­wür­fe, die zu lesen sind. Sie stam­men nicht etwa von einem generv­ten Spie­ler, der sich nach einer Aus­ein­an­der­set­zung über eine Regel­fra­ge mit sei­nem Geg­ner über­wor­fen hat. Nein, das Prä­si­di­um des Hes­si­schen Pétan­que-Ver­bands (HPV) stell­te jüngst in einem Arti­kel fest, dass es „bei Spiel­ta­gen“ Vor­fäl­le gege­ben hat, die ich eher im Rah­men eines kra­kee­len­den Pegi­da-Mobs oder beim Tref­fen rechts­ra­di­ka­ler Motor­rad­ban­den erwar­ten würde.

Ob Micha­el Dör­hö­fer, Prä­si­dent des Deut­schen Pétan­que-Ver­bands (DPV), die Hell’s Angels, die Flod­ders oder ande­re Prolls im Sinn hat­te, als er die deut­sche Bou­le­ge­mein­de als „Fami­lie“ bezeich­ne­te?1 Ver­mut­lich nicht. Sein Bild einer hei­len Welt stellt sich nach dem HPV-Arti­kel als nicht mehr ganz so intakt dar.

Der Son­nen­kö­nig muss wohl oder übel zur Kennt­nis neh­men, dass es in sei­nem Clan neben eini­gen Säu­fe­rIn­nen,2 die gegen ein kon­se­quen­tes Alko­hol­ver­bot in unse­rem Sport sind, auch ande­re schwar­ze Scha­fe gibt. Die Mel­dung des Hes­si­schen Pétan­que-Ver­bands vom 27. Mai 20263 lässt durch­schei­nen, wie es auf den Plät­zen der Pétan­que-Ligen zuge­hen kann.

Die Rede ist von
„ras­sis­ti­schen und men­schen­ver­ach­ten­den Aus­sa­gen, sexua­li­sier­ten oder her­ab­wür­di­gen­den Bemer­kun­gen sowie poli­ti­schen Provokationen.“

Dar­aus sind „Kon­flik­te“ ent­stan­den, wie der HPV feststellt.

Wor­um ging es da eigentlich?

Kommt bei manchen nicht gut an: Kampagne des HPV

Kommt bei man­chen nicht gut an: Kam­pa­gne des HPV

Die sei­tens des HPV sehr all­ge­mein gehal­te­ne Beschrei­bung der Vor­fäl­le lässt viel Spiel­raum für Inter­pre­ta­tio­nen. Was bedeu­ten die vom Ver­band fest­ge­stell­ten „her­ab­wür­di­gen­den Äuße­run­gen über Her­kunft, Reli­gi­on, Natio­na­li­tät oder per­sön­li­che Merk­ma­le“? Was muss man sich unter „sexua­li­sier­ten Belei­di­gun­gen“ vorstellen?

Nun muss man ganz bestimmt nicht en détail beschrei­ben, wie sich eini­ge Rabau­ken dane­ben benom­men haben, aber wenn der Ver­band mit sei­nem Arti­kel etwas errei­chen möch­te, dann wäre es hilf­reich gewe­sen, etwas mehr von dem durch­bli­cken zu las­sen, was da auf unse­ren Boule­plät­zen pas­siert ist.

War­um, das ist ein­fach erklärt: Schließ­lich rich­tet sich die Ver­öf­fent­li­chung des HPV ja wohl weni­ger an die­je­ni­gen, die sich ange­mes­sen ver­hal­ten, son­dern an Rabau­ken, die Gren­zen über­schrei­ten. Dass Gren­zen über­schrit­ten wur­den, wer­den die­se Rabau­ken aber ganz anders sehen – und des­halb ist es kei­ne schlech­te Idee, denen und ihren Sym­pa­thi­san­tIn­nen klar­zu­ma­chen, was eben nicht geht.

Auch wäre es für eine Ein­ord­nung gut gewe­sen, die Anzahl der gemel­de­ten Vor­fäl­le zu benen­nen, sowie die Wege, auf denen der Ver­band davon Kennt­nis erlangt hat. Gab es Schieds­rich­ter­be­rich­te, haben Ver­ei­ne die Vor­komm­nis­se gemel­det oder waren es Ein­zel­per­so­nen, die sich an den Lan­des­ver­band gewen­det haben?

Die MeToo-Bewe­gung4 hat gezeigt, wie wich­tig es für Betrof­fe­ne ist, dass Vor­fäl­le an die Öffent­lich­keit gebracht wer­den – und dass es ein­zel­nen Betrof­fe­nen hilft, wenn ande­re sich bereits getraut haben, die Miss­stän­de zu the­ma­ti­sie­ren. Das gilt genau­so für die nun vom HPV dar­ge­leg­ten Pro­ble­me auf deut­schen Boule­plät­zen. Aller­dings rei­chen die ver­öf­fent­lich­ten Wort­hül­sen nicht aus. 

Sind Über­grif­fe ungewöhnlich?

Bemüht man die all­ge­mei­ne Lebens­er­fah­rung, dann ist es recht wahr­schein­lich, dass die gemel­de­ten Fäl­le ledig­lich die Spit­ze des Eis­bergs sind. Ich erin­ne­re mich an eini­ge Unter­hal­tun­gen, in denen Liga­spie­le­rIn­nen – vor allem in unte­ren Klas­sen – von Aus­ein­an­der­set­zun­gen auf­grund man­geln­der Regel­kennt­nis­se berich­te­ten. Das führt wohl immer mal wie­der zu ernst­haf­ten Kon­flik­ten und einem „robus­ten Umgangston“.

Ande­rer­seits ist mein Ein­druck, dass der Nor­mal­zu­stand auf deut­schen Boule­plät­zen ein ande­rer ist: Nach mei­ner Wahr­neh­mung geht es dort über­wie­gend gesit­tet zu. Trotz­dem kann ich nicht behaup­ten, zu wis­sen, wel­chen Umfang Pöbe­lei­en und Schlim­me­res bei Pétan­que-Tur­nie­ren haben. Nach dem HPV-Bericht ist ledig­lich klar, dass es schwer­wie­gen­de Über­grif­fe gab.

Wer­den die­se Über­grif­fe nun auf­hö­ren? Ich gehe nicht davon aus. Sie wer­den ver­mut­lich auch zukünf­tig pas­sie­ren – wenn nicht geeig­ne­te Maß­nah­men getrof­fen werden.

Was aber sind die Maßnahmen?

Appel­le als Lösung?

Appell des HPV
Begeg­net euch mit Respekt, Fair­ness und Rück­sicht­nah­me. Ach­tet auf eure Wort­wahl und euer Ver­hal­ten – beson­ders in emo­tio­na­len Situa­tio­nen. Helft mit, dass unse­re Ver­an­stal­tun­gen Orte blei­ben, an denen sich alle Men­schen will­kom­men und sicher füh­len können.
Sport ver­bin­det Men­schen mit unter­schied­li­chen Hin­ter­grün­den und Ansich­ten – genau das soll­te bei unse­ren Ver­an­stal­tun­gen im Mit­tel­punkt stehen.

Nun ist es aus­drück­lich zu begrü­ßen, dass sich der hes­si­sche Lan­des­ver­band zu sol­chen Vor­fäl­len posi­tio­niert. Aber reicht es aus, wenn der Lan­des­ver­band Sach­ver­hal­te beschreibt, bei denen ein Ver­dacht auf erfüll­te Straf­tat­be­stän­de auf­kommt – und er dann ledig­lich einen mah­nen­den Fin­ger hebt? Es bleibt ein scha­les Gefühl, wenn in dem Arti­kel ledig­lich ein Appell an die Rabau­ken for­mu­liert wird (sie­he Kas­ten), den bereits die Erzie­hungs­be­rech­tig­ten ihren miss­ra­te­nen Gören hät­ten nahe­brin­gen sollen.

Notwendige DPV-Kampagne von anno dunnemals: verschwunden

Nichts ist mehr zu fin­den von die­ser DPV-Kam­pa­gne. Ver­ant­wor­tung sieht anders aus.

Appel­le sind im deut­schen Pétan­que aller­dings eine belieb­te Metho­de der Ver­ant­wort­li­chen, um nichts wei­ter tun zu müs­sen. Der Bun­des­ver­band setzt hier noch einen drauf und lässt ehe­mals vor­han­de­ne Appel­le in der Ver­sen­kung ver­schwin­den. Die offen­bar not­wen­di­ge Kam­pa­gne des DPV für Fair­ness und Respekt aber gegen Gewalt und Ras­sis­mus (sie­he Gra­fik) war ein gutes Zei­chen. Sie ist aber im Durch­ein­an­der der DPV-Web­site untergegangen.

Wie kann es sein, dass das rich­ti­ge und wich­ti­ge State­ment des Bun­des­ver­bands nicht mehr zu fin­den ist? Das gehört pro­mi­nent auf der Start­sei­te plat­ziert (genau wie die jüngs­ten Erfol­ge der deut­schen Spieler­Innen)! Man könn­te auf die Idee kom­men, dass der DPV sol­che The­men nicht ernst nimmt.5

Der Ver­band rät zu „Gelas­sen­heit“

Der HPV setzt nicht auf eine sicht­ba­re Auf­ar­bei­tung der nun von ihm ange­deu­te­ten Vor­fäl­le. Viel­mehr riet er noch vor kur­zem zu „mehr Gelas­sen­heit“, wenn ihm Gewalt­an­dro­hun­gen auf unse­ren Boule­plät­zen zu Ohren kamen. So jeden­falls äußer­te sich die HPV-Vor­sit­zen­de Clau­dia Auer am 24. März 2026 mir gegen­über in einer Mail:

„Sicher­lich wäre es aber auch – gera­de in der der­zeit ange­spann­ten Situa­ti­on – hilf­reich, wenn wir alle ver­su­chen, die Din­ge etwas ruhi­ger anzu­ge­hen und ins­ge­samt etwas mehr Gelas­sen­heit an den Tag legen.“

Abge­se­hen davon, dass die Prä­si­den­tin eine „der­zeit ange­spann­te Situa­ti­on“ erwähnt, von der mir nichts bekannt war, ist die­ser Satz eine bemer­kens­wer­te Reak­ti­on auf mei­ne dama­li­ge Nach­fra­ge beim HPV. Was war der Hintergrund?

Ende Dezem­ber 2025 wur­de mir auf einem Tur­nier in der Bou­le­hal­le Kar­ben offen und vor Zeu­gen kör­per­li­che Gewalt ange­droht. Mein Geg­ner, den ich auch hier aus Grün­den der Anony­mi­sie­rung als „Wal­ly“ bezeich­ne,6 kün­dig­te mir wäh­rend und nach der Par­tie Schlä­ge an. Ich sol­le am bes­ten nie wie­der in der Kar­be­ner Hal­le auf­tau­chen. Der Ver­ein, der 1. PC Pet­ter­weil von 1986 e. V., reagier­te auf mei­nen Hin­weis nicht akzep­ta­bel. Also frag­te ich beim Lan­des­ver­band an.

Es ging mir dar­um her­aus­zu­fin­den, ob der hes­si­sche Ver­band im Fall einer Gewalt­an­dro­hung bei Ver­eins­tur­nie­ren in Hes­sen eine Zustän­dig­keit für sich sieht. Ich war nicht über­rascht: Er sieht sie nicht. Die Ver­ant­wor­tung lie­ge „zunächst“ beim ver­an­stal­ten­den Ver­ein, so der HPV. Und dann riet man mir – zu mehr Gelassenheit.

Ich ver­ste­he die Hal­tung mei­nes Lan­des­ver­bands im März 2026 so: Wenn dir jemand auf dem Platz Schlä­ge androht, blei­be ruhig und nimm es ein­fach hin! Wir vom HPV wer­den dir übri­gens nicht zur Sei­te ste­hen, solan­ge es sich um ein Tur­nier han­delt, das nicht vom HPV aus­ge­schrie­ben wur­de. Dabei ist es uns nicht wich­tig, dass der ver­an­stal­ten­de Ver­ein Mit­glied im HPV ist, und sich des­halb an die Vor­ga­ben der Sat­zung des Lan­des­ver­bands und an die inter­na­tio­na­len Regeln hal­ten muss.7

Zur Klar­stel­lung: Ich spie­le nicht in einer Liga und aktu­ell auch kei­ne DM-Qua­li­fi­ka­tio­nen. Des­halb bin ich von von den Gescheh­nis­sen der aktu­el­len Mel­dung des Lan­des­ver­bands, die sich wohl nur auf HPV-Ver­an­stal­tun­gen bezieht, nicht betrof­fen. Ich ken­ne aber eini­ge Rabau­ken aus eige­ner Erfah­rung. So war der eben geschil­der­te Fall mit Wal­ly nicht der ers­te, bei dem ich in der Kar­be­ner Hal­le bedroht wur­de.8

Nun taucht also Mona­te spä­ter die­se Mel­dung des Lan­des­ver­bands über unhalt­ba­re Zustän­de auf hes­si­schen Boule­plät­zen auf. Hat man im HPV mitt­ler­wei­le begrif­fen, dass „Gelas­sen­heit“ nicht das Rezept ist, mit dem man die­sen Aus­wüch­sen entgegentritt?

Kon­se­quen­zen?

Der HPV hat nicht nur kei­ne wei­te­ren Details über die Vor­fäl­len offen­ge­legt – es fehlt auch jeder Hin­weis zu den Kon­se­quen­zen. Wur­den Ver­fah­ren ein­ge­lei­tet, Sank­tio­nen aus­ge­spro­chen? Oder kamen die Fami­li­en­mit­glie­der, die sich dane­ben benom­men haben, viel­leicht ohne Fol­gen davon?

Hier­zu kann ich aus eige­ner Erfah­rung sagen, dass es kein Ver­trau­en auf­baut, wenn von Über­grif­fen Betrof­fe­nen ledig­lich mit­ge­teilt wird, dass die Ange­le­gen­heit gere­gelt wor­den sei. Genau das hat­te mir der Kar­be­ner Ver­ein zu dem poten­ti­el­len Schlä­ger Wal­ly geschrie­ben: Man habe „die Ange­le­gen­heit mit unse­rem Ver­eins­mit­glied ver­eins­in­tern geprüft und gere­gelt“. Was und wie „gere­gelt“ wur­de, ist bis heu­te unklar.

Fakt ist: Der Rabau­ke spiel­te die Tur­nier­se­rie wei­ter, wäh­rend ich ihr aus viel­leicht nach­voll­zieh­ba­ren Grün­den fern­blieb.9

Man muss nun kei­ne lan­ge Dis­kus­si­on zu Aspek­ten wie Genug­tu­ung oder gar Süh­ne füh­ren. Es ist offen­sicht­lich, dass es eben nicht aus­reicht wenn – zudem erst auf Nach­fra­ge – der betrof­fe­ne Ver­ein mir ledig­lich mit­teilt, dass der Rabau­ke „von wei­te­ren Akti­vi­tä­ten dir gegen­über absieht.“ Muss ich für die­se Selbst­ver­ständ­lich­keit viel­leicht auch noch dank­bar sein? Nein, eine ange­mes­se­ne Regu­lie­rung einer Gewalt­an­dro­hung durch ein Ver­eins­mit­glied sieht anders aus.

Betrach­tet man die Situa­ti­on der nun aktu­ell in Hes­sen von den Über­grif­fen betrof­fe­nen Spieler­Innen, dann kann es nicht sein, dass der Ver­band die Fra­gen zum Vor­ge­hen und mög­li­chen Sank­tio­nen nicht wei­ter klärt. Selbst­ver­ständ­lich müs­sen die Fol­gen der öffent­lich erfolg­ten Über­grif­fe nun auch durch den Lan­des­ver­band öffent­lich behan­delt wer­den. Es ist wenig erträg­lich, dass die Mel­dung des HPV den Ein­druck zulässt, die Rabau­ken wür­den ledig­lich mit einer freund­li­chen Ermah­nung bedacht.

Was fehlt

Statt Trans­pa­renz setzt der HPV offen­bar auf Ver­schleie­rung. Statt ener­gi­schen Durch­grei­fens wer­den bra­ve Appel­le ver­brei­tet. Das ist nach den offen­sicht­li­chen Gescheh­nis­sen weder im Sin­ne unse­res Sport, noch für die von den Vor­fäl­len Betrof­fe­nen akzeptabel.

Im März 2026 war ich noch davon über­zeugt: Hät­te Wal­ly sei­ne Dro­hun­gen wäh­rend eines Lizenz­tur­niers aus­ge­spro­chen, hät­te das rigo­ro­se Fol­gen für ihn gehabt. Die aktu­el­le Mel­dung des HPV lässt mich aber dar­an zwei­feln: Wenn der Lan­des­ver­band nicht mit einem Wort auf die Fol­gen für die Rabau­ken ein­geht, die sich auf Ver­bands­tur­nie­ren in uner­träg­li­cher Wei­se beneh­men, dann stimmt da etwas nicht.

Es herrscht Klä­rungs­be­darf, wer­tes Prä­si­di­um des Hes­si­schen Pétan­que-Ver­bands! Ich habe aller­dings gro­ße Zwei­fel, dass ihr das auch so seht.

Gelas­sen bin ich übri­gens immer noch nicht, wenn es um Schlä­ger und ande­re Rabau­ken auf unse­ren Boule­plät­zen geht.


  1. sie­he: Inter­view mit Micha­el Dör­hö­fer, Franks Pétan­que, 13. Sep­tem­ber 2025 
  2. Mir sind beim Pétan­que bis­her zwar meist besof­fe­ne Jungs unter die Augen gekom­men, es waren aber auch schon mal Mädels dabei. 
  3. Arti­kel des HPV-Prä­si­di­ums: Für Respekt und Fair­ness in unse­rem Sport ! (sic!), 27. Mai 2026, zuletzt abge­ru­fen am 4. Juni 2026 
  4. Die­se kur­ze Ein­füh­rung in die MeToo-Bewe­gung hilft, ihre grund­sätz­li­che Bedeu­tung zu ver­ste­hen. Wer mehr wis­sen möch­te, kann in einem Wiki­pe­dia-Arti­kel eine detail­lier­te­re Betrach­tung zu MeToo fin­den. Unab­hän­gig von den unter­schied­li­chen Sicht­wei­sen auf die MeToo-Bewe­gung ist es Fakt, dass das The­ma erst dann eine gesell­schaft­li­che Rele­vanz erreich­te, nach­dem sich Men­schen öffent­lich dazu äußer­ten. 
  5. Es ist bekannt, dass der DPV sei­ne Auf­ga­ben nur teil­wei­se wahr­nimmt. Das wur­de auf Franks Pétan­que immer wie­der the­ma­ti­siert und belegt. Ger­ne nutzt der Ver­band auch Appel­le, um nicht selbst tätig wer­den zu müs­sen. Noch ziem­lich frisch in Erin­ne­rung ist die Akti­on des DPV gegen Dro­gen auf dem Boule­platz: Da behaup­te­te der Bun­des­ver­band im Arti­kel Auf dem Boule­platz: Kein Alko­hol – Kei­ne Dro­gen – Kei­ne Pro­ble­me, er stel­le sich die­ser Pro­ble­ma­tik und näh­me sei­ne Ver­ant­wor­tung wahr – um einen Absatz spä­ter die Ver­ant­wor­tung an die Ver­an­stal­ter wei­ter­zu­ge­ben („… setzt der DPV auf die Eigen­ver­ant­wor­tung der Aus­rich­ter …“). Das ist lächer­lich und eines ernst zu neh­men­den Sport­ver­bands, der gestal­ten will, unwür­dig. 
  6. Wer Franks Pétan­que regel­mä­ßig liest, wird sich an den Arti­kel Heul doch! Heul doch! vom 20. Dezem­ber 2025 erin­nern. Die Details sind im Arti­kel nach­zu­le­sen. Der Prot­ago­nist der Geschich­te – bereits damals von mir nament­lich nicht genannt, son­dern mit dem Spitz­na­men „Wal­ly“ bedacht – war es, der mir am 30. Dezem­ber 2025 ganz offen wäh­rend und nach einem Tur­nier­spiel Schlä­ge androh­te. 
  7. Ohne hier in die Tie­fe gehen zu wol­len: Der Lan­des­ver­band schreibt sich selbst in sei­ne Sat­zung, dass sei­ne Auf­ga­be unter ande­rem „die Über­wa­chung des Spiel­ver­kehrs der Ver­ei­ne“ ist (§ 3, Abs. 2, lit. b.). 
  8. Es muss im Dezem­ber 2024 gewe­sen sein, als mir ein heu­ti­ger Frank­fur­ter Bun­des­li­ga­spie­ler eben­falls auf einem Dou­blet­te-Tur­nier in der Kar­be­ner Hal­le Gewalt androh­te. Ich hat­te ihn erst um aus­rei­chend Abstand neben dem Cochon­net gebe­ten und dass er sich nicht direkt dahin­ter auf­hal­ten möge, wäh­rend mein Team spie­len muss­te. Als er das igno­rier­te, stell­te ich mich zwi­schen ihn und das Cochon­net. Sei­ne Empö­rung dar­über war groß: Er bedräng­te mich kör­per­lich und droh­te mir Schlä­ge an. Sei­ne Spiel­part­ne­rin, heu­te eben­falls eine Bun­des­li­ga­spie­le­rin, war zurück­hal­ten­der, ließ die Gewalt­an­dro­hung ihres Vor­le­gers aber zu. Der Bun­des­li­ga­spie­ler bestä­tig­te nach dem Tur­nier gegen­über meh­re­ren ande­ren Spie­lern, dass er mir Schlä­ge ange­droht hat­te und beton­te, dass er das auch für gerecht­fer­tigt hal­te: Ich hät­te ihm gegen­über kei­nen Respekt gezeigt. 
  9. Im Rah­men sei­ner Gewalt­an­dro­hung bedeu­te­te Wal­ly mir, dass ich bes­ser nie wie­der nach Kar­ben kom­men sol­le. Ich habe mei­ne Teil­nah­me an der Win­ter­run­de abge­bro­chen und seit dem Vor­fall am 30. Dezem­ber 2025 die Ange­bo­te des 1. PC Pet­ter­weil bis heu­te gemie­den, da ich mich bedroht fühl­te. Auch sonst habe ich – man­gels Spiel­pra­xis, die ich mir in der Win­ter­se­rie in Kar­ben holen woll­te – kein Tur­nier mehr gespielt. Ich gehe davon aus, dass Wal­ly recht zufrie­den ist. 
Cochonnet

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